Was man bei einem Umzug beachten sollte

Die Vorbereitung eines Umzugs findet lang-, mittel- und kurzfristig statt, manche Dinge können und müssen Wochen vorher, andere erst am Tag selbst erledigt werden. Der Umzug selbst erfordert hohe Konzentration, und schließlich gibt es auch eine Nachbereitungsphase. Überdies unterscheidet sich ein privater Umzug von dem einer Firma. Bei Firmen muss die Organisation sehr straff erfolgen, schon am Tag nach dem Umzug soll nach Möglichkeit wieder relativ voll gearbeitet werden.

Die Vorbereitungsphase für den Umzug

Sobald der Zeitrahmen für den Umzug feststeht, sind zwei Dinge zu koordinieren: die Umzugsfirma und der erforderliche Sonderurlaub. Bei den Firmen werden zwei bis drei Angebote eingeholt, parallel muss der Arbeitgeber gefragt werden, wann ein Umzug am problemlosesten zu realisieren wäre. Auch für einen Privathaushalt muss für den Umzug selbst ein Tag genügen, wenn nicht über viele hundert Kilometer umgezogen wird. Sollte der Termin schließlich feststehen, kommt man nicht umhin, Verwandte, Bekannte, Freunde und auch Vereine über den Umzug zu informieren. Schließlich wird wohl auch eine kleine Abschiedparty gefeiert werden. Vor dem Umzug steht oft eine Renovierung der neuen Wohnung, wenn diese leer steht, gibt es hier keinen Zeitdruck. Zuvor wird für die Wohnung ein Übergabeprotokoll angefertigt, die Zählerstände müssen abgelesen werden, denn bei der Renovierung wird schon wieder Strom und Wasser verbraucht. Schließlich wird für den Tag des Umzugs eine Kinderbetreuung organisiert, wenn das nötig ist.

Was ist alles umzumelden?

Auch hier muss zwischen Unternehmen und Privatpersonen unterschieden werden, aber vieles deckt sich. Den größten Unterschied gibt es für Unternehmen hinsichtlich ihrer Kunden. Je nachdem, wie viele es sind, können sie einzeln angeschrieben werden, oder der Umzug und die Adressänderung werden ausschließlich über die Geschäftspost, die Homepage und gegebenenfalls über Medien kommuniziert. Hier ergibt sich für Unternehmen übrigens eine hervorragende Gelegenheit, ihre Kunden auf sich aufmerksam zu machen und die Benachrichtigung vielleicht mit einer kleinen Werbeaktion zu verknüpfen.

Umzumelden oder zu kündigen ist im Einzelnen:

-Mietvertrag kündigen mit dreimonatiger Frist
-Neuanmeldung in der Meldestelle binnen einer Woche, maximal zwei Wochen
-Steuerkarte ummelden, die Formulare gibt es online, Finanzamt kann benachrichtigt werden, erhält aber auch die Meldung über die Meldestelle
-Schule und Kindergarten
-alle Versicherungsunternehmen über die Adressveränderung informieren
-Policen für Hausrat und/oder Wohngebäude überprüfen, gegebenenfalls anpassen
-bei Umzug in eine andere Stadt die Bank wechseln, Einzugsermächtigungen/Daueraufträge ändern
-den Arbeitgeber über die Adressänderung in Schriftform benachrichtigen
-Telefon, Internet und Kabelanschluss ummelden
-Postnachsendeauftrag
-Stromgesellschaft, Gas, Wasser und Müll ummelden
-Zeitungsabonnements verändern
-Dauerliefersendungen umändern
-Rundfunkgebühren ummelden
-Wartungsverträge verändern
-am letzten Tag: Zählerstände für Strom, Wasser und eventuell Heizöl gemeinsam mit dem Vermieter ablesen und das Übergabeprotokoll ausfertigen.
Sämtliche Rechnungsbelege für Umzugsaufwendungen können aufgehoben werden, viele Umzüge können wenigstens teilweise steuerlich geltend gemacht werden.

Die Nachbereitung eines Umzugs

Dazu gehört zunächst die Renovierung der alten Wohnung, wenn das so vereinbart ist. Auch jegliche Beschädigungen, die in der alten und neuen Wohnumgebung (Hausflur, Gehwege) entstanden sind, müssen schnellstmöglich in Ordnung gebracht werden. Schließlich gibt man am neuen Wohnort eine Einweihungsparty. Vielleicht lassen sich einige der neuen Nachbarn dazu einladen.

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